Reichenhall's Blog

A Call from the Bavarian Alps

Medien-Verdummung der Haedlines

Nun, bekanntlich fängt die Verblödung ja im Kopf an. Bei den Zeitungen und Journalen unserer Republik sind das die Headlines, die Kopfzeilen, also die Überschriften. Häufig suggerieren sie Inhalte, die auch beim zweiten Lesen des Artikels mehr interpretiert als gemeint sind. Zwei aktuelle Beispiele habe ich mit heutiger Tagespresse erhalten und ich komme nicht umhin, sie zu kommentieren. Vielleicht wird das für das Jahr 2018 ja ein Impuls diesen Blog wieder aufzugreifen, nachdem ich mich die letzten Jahre vermehrt Facebook zugewandt habe. Das ist nämlich einfacher, geht schneller. Den Link zu einem aktuellen Beitrag kopieren, einfügen und ein paar Sätze dazu schreiben – fertig.

Einen eigenen Kommentar hingegen in einen Blog zu stellen ist etwas aufwändiger. Und wenn der eigentliche Bericht sich noch so nah an dem Geschehen orientiert, es ist ‚der Zungenschlag zwischendrin‘, der leichte Unterton – oder eben die Headline – die der Sache eine Richtung gibt. So ist eine „Willkommenskultur für Kanzler Kurz“ eine Herabwürdigung des Bundeskanzlers aus Österreich. Es ist nicht genial, sondern geschmacklos. Die so genannte „Willkommenskultur“ steht in unserem Sprachgebrauch für die Flüchtlingskrise und sie wurde von vielen Zeitgenossen eben für diese gebraucht. Den Bundeskanzler von Österreich damit zu schmähen, der eben jener Willkommenskultur eine klare Absage erteilt hat, scheint bei der Passauer Neuen Presse kein weiteres Nachdenken zu verursachen. Es könnte natürlich auch Vorsatz sein, doch ist es wohl eher als schlechter, als sehr schlechter Scherz zu verstehen.

Auch die zweite Headline spricht Bände, denn eben jene Demenz hätten ihm seine politischen Gegner gerne unterstellt. Dabei ließ sich die deutsche Mainstream-Presse nicht lange bitten. Alles was gegen den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump ist, ist gut für die Schlagzeilen, gut für die Auflage, so das Kalkül der Zeitungsmacher. Und überhaupt wo kämen wir hin mit einem Slogan „Deutschland zuerst“. Und doch verpflichten sich unsere Poliitker bis heute „dem Wohl des Deutschen Volkes“. Das aber scheint immer mehr in Vergessenheit zu geraten, denn das Großkapital und die Industrie giert nach einem vereinten Europa und auch viele Politiker sind dem nicht abgeneigt. Dazu noch eine ganze Kleinstadt (14.000) an Bediensteten der EU-Verwaltung, die nicht gewählt, die kein europäisches Volk vertreten, und doch in einem hohen Umfang hoheitliche Gewalten ausüben.

.-. dalesar

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Dezember 18, 2017 von in Glossen & Kom und getaggt mit , , , .
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